Reisebericht Fernstein- / Samarangersee

 

 

Zielort:         

Fernpass beim Ort Nassereith in Österreich

 

Anfahrt:

Aus dem Saarland kommend fährt man Richtung Stuttgart, über Ulm, Füssen zum Fernpass

 

Reisedauer:           

Die Reisedauer liegt je nach Verkehrsverhältnissen zwischen 5 und 6 Std.

 

Unterkunft:

Das Hotel Schloss Fernsteinsee bietet verschiedene Möglichkeiten der Übernachtung. Meist wird man eines der Zimmer im Haupthaus buchen, die stilvoll und rustikal eingerichtet sind. Für exklusivere Aufenthalte empfehlen sich die zwischen 36 m² und 107 m² großen Appartements im alten Schloss Fernsteinsee. Diese verbreiten eine äußerst gelungene Schlossatmosphäre.

Mit einer Chipkarte erhält man Zutritt zum Kompressor- und dem beheizten Trockenraum für Tauchanzüge. Diese Karte öffnet auch eine Umkleidehütte am Fernsteinsee. Nach 22.00 Uhr braucht man zum Öffnen der Hoteltür einen Schlüssel und an der Hotelbar kann sich der Betrieb auch nach 22.00 Uhr noch deutlich länger hinziehen, was aber nirgends die Nachtruhe der Hotelgäste stört.  

Der Fernsteinsee ist der zum Hotel nächstgelegene See und kann von den meisten Zimmern aus auch gesehen werden. Ein Wanderweg lädt zu einer Umrundung des Sees ein, aus dem sich verschiedene Inseln erheben.

 

Beste Reisezeit:

Frühjahr, Sommer und Frühherbst laden zum Besuch ein. Die besten Monate sind laut Herrn Steiner (Leiter des Hotels) die Monate Juli und August. Diese werden von den Tauchern aber nicht so stark gebucht. Gerade in diesen Monaten kann man, wenn man mehr Glück hat als wir, sich zwischen den Tauchgängen bei einem Sonnenbad auf den weitläufigen Liegewiesen aufwärmen und den Tag genießen. Ab Ende Oktober bis kurz vor Ostern kann in diesen Seen nicht getaucht werden. Zum Teil schließt auch das zugehörige Hotel in dieser Zeit für einige Wochen und macht Betriebsurlaub.

 

Essen und Trinken:

Möchte man tauchen muss das Hotel oder Schloss mit Halbpension gebucht werden. Das fünf Gänge Menu das abends angeboten wird, ist ausgezeichnet. Die Küche des Hotels kann sich sehen - und vor allem schmecken lassen. Der Service ist sehr freundlich und man fühlt sich wohl im schlossartigen Ambiente. In lässiger Kleidung findet man sich als Taucher in einer Umgebung wieder, an die sich sonst weniger Luxus anstrebende Taucher noch lange Zeit gerne wieder erinnern werden.

Man sagt: es gehört fast zum guten Ton eines Tauchvereins oder eines Süßwassertauchers im Hotel oder Schloss Fernsteinsee Gast gewesen zu sein.
Die Nächte können lang werden, dafür sorgen Cocktails, die man an der wirklich gemütlichen Bar, genießen kann.
Das Frühstücksbüffet bringt dann tags darauf die Taucher wieder in Schwung. Es fehlt an nichts und schmeckt prima – außer die Wirkung des letzten Cocktails ist noch nicht ganz abgeklungen?

 

Tauchbasis:

Eine Tauchbasis ist nicht vorhanden, getaucht wird mit eigenem Equipment. Die Flaschen können gegen Gebühr im Kompressorraum (dort stehen zwei Bauer Kompressoren) mit Marken, die an der Rezeption des Hotels erhältlich sind, gefüllt werden.

 

Tauchplätze:

Zum Hotel gehören zwei Seen, der Fernstein- und der Samarangersee die in Privatbesitz sind. Etwa 13 m Tiefe bietet der Samarangersee, mit maximal 15 – 16 m ist der Fernsteinsee ähnlich beschaffen. Zum Tauchen im Samaragersee muss man sich in eine Liste eintragen, damit wird vermieden, dass mehr als 10 Taucher gleichzeitig im See sind.

In den Seen ist die Tauchausbildung nicht erlaubt und das ist auch gut so, denn dafür sind sie wirklich zu schade. Zum Erhalt ihrer Schönheit dürfen nur gut ausgebildete Taucher (ab 50 Tg.), die mit der Tarierung sicher zurechtkommen, in diesen Seen tauchen. Sensible Verhaltensweisen sind angesagt. Tiefenfanatiker sind hier fehl am Platz. Die „Deko“ muss nach Bergseetabelle berechnet werden.
 


 

Wassertemperatur:

Die Wassertemperatur an der Oberfläche betrug 11°C, ab 4 m Wassertiefe waren 8°C angesagt.  

 

Sichtverhältnisse:

Abgetaucht im Fernsteinsee schwebt man in klarem Wasser, das verzaubert. Wenn man zuvor auf den Malediven war, wünschte man sich das Wasser auf den Malediven würde diese Sicht bieten. Der Grund ist von Algen überwuchert und vielerorts kiesig. Im nördlichen Bereich finden sich vermehrt Wasserpflanzen, die zur ausführlichen Beobachtung einladen. Die Sicht beträgt je nach Wetter bis zu 30 – 40 m. Auf Forellen trifft man fast immer.

Viel eindrucksvoller und damit vielleicht das eigentliche Highlight ist der Samarangersee. Seine Fläche ist wohl nur ¼ so groß, wie die des Fernsteinsees, seine Klarheit (Sichtweite über 50 m) und die versunkenen Bäume, ja fast schon ein ganzer Wald, sind besonders beeindruckend. Zu beschreiben, wo sich dieser befindet, erübrigt sich, denn ist man erst einmal im See, kann man fast von einer Seite zur anderen schauen. Unglaublich, beeindruckend, faszinierend! Die Ufer links und rechts bieten traumhafte Szenerien mit von Schleimalgen überzogenen Bäumen und Astwerk. Zwei Kreuze im hinteren Teil des Sees erinnern an verstorbene Taucher.

Immer wieder schön sind die Blicke hin zur Wasseroberfläche die Sichtweiten scheinen in der Regel unendlich, man vergisst fast unter Wasser zu sein. Man sieht hier die das Ufer säumenden Tannen an der Wassergrenze. Man kann vom Schauen und Schweben nicht genug bekommen.
Die wenigen Forellen in diesem See sieht man schon auf große Entfernung, allerdings ist die Vegetation rar.

 

Besonderes:

In diesen Seen darf nur getaucht werden, wenn man Gast im Hotel oder Schloss ist, min. zwei Übernachtungen gebucht hat sowie Halbpension.

Tauchgänge hier sind etwas Besonderes. Ein Erlebnis, das kaum mit etwas anderem verglichen werden kann.

 

Dekokammer:

Die Frage nach einer Dekokammer dürfte sich bei der max. Tauchtiefe in den beiden Seen erübrigen. Sollte dennoch ein Ernstfall eintreten, Dekokammern befinden sich in Graz und Wien, dann vorher die Kostenübernahme mit der VDST Taucherhotline und/oder DAN abklären.

 

Medikamente:

Alle normalerweise benötigten Medikamente.

 

Angaben Stand:                        Jahr 2006                                                                   

 

Heinz Krämer