Malediven 2006

 

Zielort:         

Lily Beach (Huavendhoo), Insel im Südari Atoll.

 

Anfahrt:

Flug von Deutschland nach Male. Direktflüge sind ab allen größeren Flughäfen möglich. Bei Pauschalreisen sind keine zusätzlichen Flughafengebühren zu entrichten. Allerdings können größere Personen Probleme beim Sitzen im Flugzeug haben, denn die Bestuhlung ist ziemlich eng. Ich bin 1,87 m groß und konnte nur sitzen indem ich die Beine rechts und links des Vordersitzes stellte.

 

Reisedauer:           

Die Flugzeit ab Frankfurt beträgt ca. 9,5 – 10 Std.

 

Geogr. Lage:                     

Die Insel liegt im Westen des Südari Atolls, ca. 80 km von Male entfernt. Vom Norden aus zum Süden hin betrachtet, am Ende des ersten Drittels.

 

Transportmittel:

Vom Flughafen Male aus wird man zu einem Flugwassertaxi gebracht. Dies kann im Pauschalangebot des Reiseveranstalters enthalten sein. Die Flugzeit beträgt ca. 25 min. Der Transfer mit einem Speedboot zur Insel wurde vom Reiseveranstalter nicht angeboten und war als Pauschale auch nicht umzubuchen. Die Fahrzeit mit dem Speedboot würde ca. 2,5 Std. betragen. Der Transport spielt dann eine Rolle, wenn man viel Gepäck hat. Zur Nachbarinsel Villamendhoo ist dies kein Problem. Die Inseln liegen in Sichtweite und sind ca. 10 min mit dem Donhi von einander entfernt.

 

 

Achtung: Die Freigepäckgrenze des Wasserflugzeugs liegt incl. Handgepäck bei 25 kg p/P. Pro kg Übergewicht müssen für Hin- und Rückflug zusammen 2,- $ US Aufpreis entrichtet werden. Dies dürfte für Taucher, die mit eigener Ausrüstung anreisen, interessant sein.

 

Unterkunft:

Die Auswahl zwischen Standard-, Exclusiv- und Wasserbungalows ist möglich. Die Wasserbungalows stehen nur zur Hälfte im Wasser. (Man sitzt auf dem Präsentiertteller und hat auch nur die Terrasse zum Liegen).

Die Lage der zentral gelegenen und ruhigeren Exclusiv Bungalows beginnen etwa bei den Hausnummern 150 und von da an aufwärts. Wir hatten die Nummer 163. Nicht weit vom Restaurant und ein kurzer Weg zur Tauchbasis.

Die Standard-Bungalows haben die Nummern die mit 2 und 3 beginnen (201, 301, etc.), die Wasserbungalows die Nummern mit 4 (401, 402, etc.). Insgesamt stehen ca. 100 Bungalows für Gäste bereit.

Die Insel hat einen Tennis- und Beachvolleyballplatz, einen Swimmingpool für Erwachsene und Kinder, eine Tauchbasis (Ocean Pro, unter Schweizer Leitung) und einen Sandfußballplatz. Ein Massagebereich und ein Fitnessraum sind ebenfalls vorhanden. Das Ausleihen von Paddel-, Tret- und Segelbooten ist möglich, auch Surfbretter sowie Schnorchel- und Tauchausrüstung.

 

Strand:
Feiner Sandstrand mit Korallenstückchen. Jeder Bungalow hat seine eigenen nummerierten Strandliegen mit Auflagen, was wir als sehr positiv empfanden. Wer nicht den ganzen Tag in der Sonne liegen mag, findet genügend Schatten (bei den Wasserbungalows einen Sonnenschirm).

 

 

Essen und Trinken:

Die Insel ist eine „All inclusiv Insel“. Das Essen gibt es morgens, mittags und abends vom reichlichen Büffet. Das Wasser aus den Leitungen reicht zum Zähne putzen allemal. Das Trinken des nicht so schmackhaften Leitungswassers ist nicht erforderlich, da man kostenlos Wasserflaschen in beliebiger Anzahl an der Bar holen kann. Der Genuss von Eiswürfeln, Salat und Speiseeis ist bedenkenlos möglich.

 

Verfügbare Kategorie:

Die Insel hat laut Katalog 4½ Sterne.

 

Tauchbasis:

Die Tauchbasis ist gut ausgerüstet und unter Schweizer Leitung. Getaucht wird mit 10 l Alu-Flaschen. Adapter INT / DIN sind vorhanden. Jeder Tauchgang mit eigener Ausrüstung (bei Ausleihen von Flasche und Blei) kostet 42 $ US, hinzu kommt eine Gebühr von 10,- $ US pro Tauchgang für die Ausfahrt. Ab dem 15. Tauchgang kostet der Tauchgang noch 35,- $ US. Tauchausflüge zu über 60 Zielen können gebucht werden, ebenso Tagestouren in den Norden und Süden des Ari Atolls. Bei diesen Ganztagestouren kostet die Ausfahrt 18,- $ US und beinhaltet 2 Tauchgänge.

 

Die max. Tauchtiefe ist gesetzlich auf 30 m begrenzt, der Restdruck der Flasche muss 30 bar beim Verlassen des Wassers betragen.

 

Anmerkung:

Die Tauchbasis hat auf besondere Gelegenheiten sehr schlecht reagiert. Üblicherweise wurden zwei Ausfahrten pro Tag (vor –und nachmittags) angeboten. So wurden in den Nachmittagsstunden unweit unserer Insel Mantas und Walhaie beim Schnorcheln gesichtet. Man fuhr mit ein paar Leuten hin um nachzusehen. Die Mantas und zwei Walhaie waren da.

Am Folgetag stand eine Tagestour auf dem Programm, deren Hin- und Rückweg an der gleiche Stelle vorbei ging. Bei der Rückfahrt wurde nach den Mantas Ausschau gehalten und sie waren tatsächlich immer noch da. Beim Schnorcheln und vom Boot aus konnte man sie kurz sehen.

 

Tags darauf beim Vormittagstauchgang wurde wegen der gesichteten Mantas ein Tila (Manta Point) angeboten, wo mit großer Wahrscheinlichkeit Mantas zu sehen sein würden. Alle Plätze an Bord waren ausgebucht, denn man wollte Mantas sehen. Jedoch kurz nach der Abfahrt vom Steg wurden wir von der Tauchlehrerin darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Wahrscheinlichkeit Mantas zu sehen am größten bei auslaufender Strömung sei. Wir hatten einlaufende Strömung!

 

Da fragt man sich, was soll das. Eine Planänderung wäre ohne Probleme möglich und von den Mitfahrern gewünscht gewesen, denn zum Nachmittagstauchgang zu einem anderen Tila hatte sich niemand eingetragen.

 

Ärger, wir haben natürlich bei diesem Tauchgang keine Mantas gesehen. Warum wurde dieser Tauchgang nicht kurzerhand verschoben oder gleich für Nachmittag angesetzt?? Die Strömungsverhältnisse waren der Basis ja bekannt!

 

Tauchplätze:

Hausrifftauchgänge, verschiedene Tilas, ein Wrack und Farus werden angefahren. Wer möchte, trägt sich zu dem entsprechenden Tauchgang ein. Die meisten Tauchgänge sind Strömungstauchgänge.

 

Eine Sicherheitsboje ist vorgeschrieben und wie wir selbst erlebt haben, auch dringend erforderlich. Es kann schon mal sein, dass man vergessen wird. Mit einer Boje hat man dann zumindest die Chance gesehen zu werden.

 

Zwei Tauchern aus der Schweiz, die mit uns auf dem Boot waren, ist es so ergangen. Beim Tauchen wurde ein Netz an einem Tila gefunden. Das Fischen mit Netzen in den Atollen ist jedoch verboten. Nach dem Tauchgang wurde das Netz geborgen und ein Boot verfolgt, das für die Auslegung des Netzes verantwortlich gemacht wurde. Vor lauter Eifer mit der Bergung und Verfolgung des Bootes sind aber die vorgenannten Taucher vergessen worden. Vom Deck des Bootes aus haben zwei Mittaucher nach einiger Zeit zufällig, die kaum noch erkennbaren Bojen gesehen und auf  Nachfrage wurde dann festgestellt, dass noch zwei Taucher fehlten. Glück gehabt, denn die Strömung an diesem Vormittag war ziemlich stark.

 

Die UW-Landschaft trägt die Zeichen des „El Ninjo“ Problems. Stellenweise sind die  Korallenlandschaften noch in Ordnung, in der Vielzahl allerdings nicht. Kaum Korallen, die größer sind als ein Fußball. Viele Stellen sind kahl, was nicht heißt, dass keine Fische da sind. Allerdings sieht man an Großfischen pro Tauchgang nur mal den ein oder anderen. Wer die Malediven von früheren Zeiten her kennt, dürfte enttäuscht sein. Ab und zu ist auch mal ein Hai dabei.

Als besonderes Highlight sei zu erwähnen, dass wir einen Geigenrochen gesehen hatten.

 

Mit Glück kann man je nach Jahreszeit Mantas und Walhaie sehen. Allerdings stimmt die Werbung der Tauchbasis nicht, die Mantas abAnfang Mai verspricht, sie sind erst Ende Mai bzw. Anfang Juni da.

 

An Walhaien hätten wir einen sehen können, denn auf der extra dafür angesetzten Ganztagestour haben drei (darunter ein Tauchguide) von zehn Personen einen gesehen. Einer der drei hat sich jedoch nicht beherrschen können und musste ihn unbedingt berühren. Daraufhin hat sich der Walhai umgedreht und war verschwunden.

Von dem Drang das Tier unbedingt anfassen zu müssen wurde von dem Betreffenden anschließend auch noch prahlerisch an Bord erzählt!?

Natürlich war dies ein Fehler des vorangegangenen Briefings, da nicht darauf hingewiesen wurde, dass die Tiere möglichst nicht zu berühren sind, damit alle die Chance haben sie zu sehen. Bezahlen mussten den Tauchgang aber alle.

 

Wassertemperatur:

Die Wassertemperatur wurde vom Tauchcomputer in allen erreichbaren Tiefen mit 29°C angezeigt. Sie schwankt das Jahr über zwischen 27°C und 29°C.

 

Sichtverhältnisse:

Anfang Mai war die Sicht unter Wasser noch gut (ca. 30 m), wurde dann allerdings von Tag zu Tag schlechter. Ende Mai betrug sie stellenweise gerade mal zwischen ca. 5 – 15 m.

 

Insel:

Die Insel ist ca. 500 m lang und ca. 100 m breit.

 

Besonderes:

Jeden Abend findet um 21.00 Uhr eine Rochenfütterung am Steg statt, die Touristenattraktion schlechthin. An einem Ende der Insel werden Schildkröten aufgezogen.

 

Einmal pro Woche wird von Einheimischen Musik gemacht, von der Tauchbasis ein Film gezeigt und einmal spielt eine Liveband. Der Pool und die Poolbar, wo die Veranstaltungen stattfinden, liegt am Ende der Insel am nächsten zu den Bungalows mit der Nummer 201 auf der einen Seite und auf der anderen Seite bei den Wasserbungalows und dem SPA Bereich.

 

Handys funktionieren auf der Insel.

 

Dekokammer:

Die nächste Dekokammer befindet sich auf der Insel Bandos. Im Ernstfall vorher die Kostenübernahme mit der VDST Taucherhotline und/oder DAN abklären.

 

Medikamente:

Evtl. Mittel gegen Durchfall, Verbandsmaterial und Einwegspritzen sowie alle normalerweise benötigten Medikamente.

Vorsorgeimpfungen, etc. sind nicht erforderlich.

 

Angaben Stand:                        Jahr 2006

 

Heinz Krämer