Tasmanien

 

Anfahrt:

Die Anfahrt haben wir selbst organisiert. Der Flug ging von Deutschland nach Melbourne, dann weiter nach Tasmanien (Launceston). Je nach Fluggesellschaft mit unterschiedlichen Zwischenstopps.

Die Fluggesellschaft „Qantas“ transportiert auf den Langstrecken nur noch 20 kg Freigepäck in der Economie Klasse. Für Taucher oft viel zu wenig. Auch vorheriges Anmelden nützt nichts. Auf Inlandsstrecken werden jedoch 32 kg Freigepäck zugestanden.

Wer viel Gepäck hat, sollte vor dem Buchen eines Fluges unbedingt die Transportbedingungen der einzelnen Fluggesellschaften beachten.

 

Reisedauer:           

Die Flugzeit von Frankfurt nach Melbourne beträgt mit Zwischenstopps ca. 24 Std. Der Flug von Melbourne nach Launceston ca. 1 Std.

 

Zielorte:

Launceston, Bicheno, Port Arthur, Lake St. Claire, Hobart.

 

Geogr. Lage:

Größte australische Insel im Süden Australiens.

 

Transportmittel:

Wir mieteten ein Wohnmobil. Die Kosten richten sich nach Mietdauer, Wagengröße und Gesellschaft.

Zu beachten ist: Das Wohnmobil darf bei den uns bekannten Gesellschaften nicht vom Festland aus mitgenommen werden. Die Mietdauer des Wohnmobils in Tasmanien wird auch bei der gleichen Gesellschaft nicht auf die Mietdauer auf dem Festland angerechnet! Wer also eine Fähre benutzen möchte, sollte dies ohne Wohnmobil tun.

 

Unterkunft: 

Eine Zwischenübernachtung ist je nach Ankunftszeit in Melbourne zu empfehlen. Hier hilft das Internet bei der Zimmersuche.

Für jeden Anspruch ist eine Unterkunft erhältlich.

 

Verkehr in Tasmanien:   

In Tasmanien ist, wie überall in Australien, Linksverkehr. Die Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften ist soweit nicht anders ausgeschildert 50 km/h, auf Landstrassen außerorts 80 km/h, auf Autobahnstrecken dürfen 100 km/h gefahren werden.

Für die Strecke von Launceston nach Bicheno braucht man mit dem Wohnmobil ca. 2,5 bis 3 Std..

 

Essen und Trinken:         

In größeren Orten findet man zahlreiche Restaurants. Die Preise hängen u. a. vom Dollarkurs ab und sind durchschnittlich etwas günstiger als in Deutschland. Außerhalb von größeren Städten sind die frühen Schließungszeiten der Restaurants (last Order für Essen meist nicht nach 19.00 Uhr) zu beachten. Alkohol wird nur in lizenzierten Restaurants ausgeschänkt. In anderen Lokalen kann man seine eigenen alkoholischen Getränke mitbringen und dort verzehren. Wein, Bier, etc. kann man zuvor in Bottelshops kaufen.

 

Launceston:

Eine Stadt mit ca. 20.000 Einwohnern und guten Einkaufsmöglichkeiten.

 

Bicheno:     

Ein kleiner Ort mit Hotel, Campingplatz und Tauchschule.

Hier kommen die kleinsten Pinguine der Welt an Land. Sie werden ca. 40 cm groß. Eine geführte Tour in den Abendstunden ist unbedingt zu empfehlen.

Ebenfalls ist ein Besuch des „Blue Hole“ nicht weit vom Ortsausgang lohnenswert.

Ein Ausflug zum „Wineglas-Bay“ mit dem angeblich hellsten Sandstrand (nicht Korallenstrand) der Erde bietet einen herrlichen Ausblick, ist toll, strapaziös und unvergesslich. Allerdings sollte man gut zu Fuß sein wegen der vielen Stufen (zählt man die Baumwurzeln mit sind es hin und zurück ca. 1900). Für eine Wegstrecke benötigt man ca. 2,5 Std. Unterwegs haben wir Kangaroos gesehen.

Im Freigehege von Bicheno kann man u. a. den Tasmanischen Teufel, den Wombat, Koalas, Papageien, Adler und viele andere tasmanische Tiere bewundern.

 

Campingplätze:    

Die Stellplatzkosten auf den Campingplätzen liegen zwischen 20 und 25 A$ pro Tag. Die Campingplätze sind sehr sauber. Wasser und Stromanschlüsse sind in der Regel an jedem Stellplatz auf allen offiziellen Campingplätzen. 

 

Tauchbasis:

Nicht so bekannt ist die Tauchbasis in Bicheno. Es ist eine sehr gut ausgestattete Tauchbasis mit Speedboot. Tägliche Ausfahrten sind selbstverständlich möglich.

Sehr freundlicher Basisleiter.

Das Ausleihen von Flasche und Blei kostet ca. 10 A$. Getaucht wird mit 12 l Stahl-Flaschen. Wer ohne eigene Ausrüstung ankommt, kann sich die Tauchutensilien ausleihen. Wenn man öfter tauchen möchte wird dies allerdings teuer.

Tauchplätze:  Am Pier ist eine schöne Stelle für Tauchgänge, die von Land aus durchgeführt werden (Tiefe bis 20 m). Der Basisleiter gibt Tipps und berät einen gerne bei der Auswahl.

Die UW-Landschaft ist geprägt von Kelbwäldern. Eine Kelbart wächst hier bis zu 1 Meter pro Tag (Aussage der Anwohner).

Zu bestaunen gibt es den in Tasmanien vorkommenden Weedy Sea Dragon und große Seepferdchen (bis ca. 30 cm lang). Verschiedene Rochenarten unter anderen der Coastal Stingaree (Urolophus orarius), Draughtboard Sharks, Rock cods, Leatherjackets, den Long nose bottom fish und viele mehr. Hier haben wir in freier Natur den bisher größten Stachelrochen gesehen (Spannweite ca. 3 m). Dieser ist dort angeblich öfter anzutreffen und ortstreu.

 

Wassertemperatur:          

Die Wassertemperatur betrug im April ca. 15°C. Sie bewegt sich in den Wintermonaten (Juni bis August) zwischen 13°C und 15°C. Bei längeren Tauchgängen ist ein Halbtrockener oder Trockentauchanzug ist zu empfehlen.

 

Eaglehawk:

Eaglehawk (bei Port Arthur) ist ein noch kleinerer Ort als Bicheno. Die Tauchbasis ist außerhalb der Ortschaft (nicht am Strand oder Hafen). Sie ist ebenfalls voll ausgestattet, auch mit Speedboot. Das Boot wird per Jeep zum Hafen gefahren. Ausleihen von Flaschen und Blei ist zu ähnlichen Bedingungen wie in Bicheno möglich. Getaucht wird in der Regel mit 12 l Stahl-Flaschen. Das Ausleihen von Tauchutensilien ist ebenfalls möglich. Ausfahrten gestalten sich je nach Qualifikation und Brevetierung.

 

Tauchplätze:

Entgegen der Reklame werden die interessanten Ziele, wie das Tauchen mit Seehunden, etc. nicht immer angefahren. Dies ist auch wetterabhängig.

Tauchen von Land aus ist ebenfalls möglich. Hier kann man sich in der Basis beraten lassen (Tiefe bis 15 m). Der Basisleiter gibt Tipps und berät einen bei der Auswahl.

Die UW-Landschaft ist auch hier geprägt von Kelbwäldern. Zu sehen bekamen wir Weedy Sea Dragons, viele große Langusten, verschiedene Rochenarten, Kofferfische, Wrassen, etc..

 

Wassertemperatur:

Die Wassertemperatur betrug im April ca. 15°C. Auch hier ist ein Halbtrockener oder Trockentauchanzug  zu empfehlen.

 

Dekokammer:        

Die nächste Dekokammer ist in Melbourne. Die Flugzeit beträgt von Hobart aus ca. 1,5 Std., von Launceston ca. 1 Std.. Auch Adelaide oder Sydney sind mit dem Flugzeug in passabler Zeit zu erreichen. Die Verfügbarkeit und Bereitschaft der Dekokammern vor dem Tauchen klären.

Im Ernstfall muss die Kostenübernahme mit der VDST Taucherhotline oder DAN abgeklärt werden!

                       

Insel:

Herrliche Landschaften mit Eukalyptusbäumen. Die höchsten werden bis zu 80 m hoch. Viele Sehenswürdigkeiten. Zu empfehlen ist ein Ausflug in die Nationalparks. Es gibt kaum Industrie und die Reiseliteratur spricht davon, dass hier (außer an den Polen) die reinste Luft der Erde sein soll.

 

Besonderes:

Der Lake St. Clair ist mit 176 m der tiefste Süßwassersee Australiens. Er liegt umgeben von einer herrlichen Landschaft und ist Teil eines Naturschutzgebietes. Hier kann man mit etwas Glück auch das Schnabeltier sehen. Ein Besuch lohnt sich.

Die Rangerstationen informieren ausführlich über Flora und Fauna des jeweiligen Parks oder Gebietes.

In den Dämmerungs- und Abendstunden kann man unter anderem einige Possums sehen.

 

Medikamente:        

Verbandsmaterial und alle normal benötigten Medikamente. Medizinische Versorgung ist mit Deutschland vergleichbar. Je nach Aufenthaltsort allerdings an lange Transportwege denken.

 

Angaben Stand:                        Jahr 2004 / 2005

 

Heinz Krämer